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B64plus: Umgehungsstraßen müssen kommen

Kreis Warendorf/Kreis Gütersloh (pw) - Eine große Koalition mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie von Bürgerinitiativen hat am Donnerstag in Warendorf die Bedeutung des Baus der B64n für die Region unterstrichen. Ortsumgehungen für Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz seien überfällig. Bild: Wild Eine starke Koalition aus Wirtschaft, Politik und Bürgerinitiativen: Die Initiative B64plus hat am Donnerstag bei einem Treffen in den Räumen des Warendorfer Unternehmens Kreienbaum höchste Priorität für die Verkehrsachse Münster-Bielefeld gefordert.

 

 Auf Einladung der Initiative „B64 plus – Ein Plus für zwei Regionen“ wurde ein starkes Signal an die Entscheidungsträger in Berlin und Düsseldorf gesandt, das gesamte Straßenneubauprojekt mit höchster Priorität zu versehen. Spitzenvertreter der Wirtschaft aus den Industrie- und Handelskammern Nord Westfalen (Münster) und Bielefeld machten die Bedeutung des seit Jahren geforderten Ausbaus der Verkehrsachse zwischen Münster und Bielefeld deutlich.

Die Landräte Dr. Olaf Gericke (Warendorf) und Sven-Georg Adenauer (Gütersloh) sowie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (Westkirchen) wollen ihr politisches Schwergewicht in die Waagschale werfen. Am besten „vordinglich plus“ Gemeinsames Ziel aller ist es, die drei Ortsumgehungen für Warendorf, Beelen, und Herzebrock-Clarholz mit der Priorität eines „vordringlichen Bedarfs“, am, besten mit dem Sternchen „Plus“, in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) festzuschreiben.

Im Herbst werde der Entwurf von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet, sagte Sendker, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Verkehr ist. Nur eine Hochstufung des gesamten Projekts (die Ortsumgehungen für Beelen und Herzebrock-Clarholz hatten im alten BVWP von 2003 keine höchste Priorität erhalten) werde zu einer zeitnahen Einleitung der Planfeststellungsverfahren für das gesamte Projekt kommen.

Einhellig wurde in einem Pressegespräch betont, dass nur ein dreispuriger, kreuzungsfreier Ausbau der drei Ortsumgehungen erfolgversprechend sei. Einer Reduzierung der Standards in Richtung eines zweispurigen, plangleichen Ausbaus (etwa mit Kreisverkehren) erteilte die Initiative B64plus eine klare Absage. Unternehmer-Briefe an Minister Mehr als ein Dutzend Unternehmer und Institutionen aus dem Münsterland und Ostwestfalen haben sich schriftlich an Dobrindt gewandt. „Jetzt, wo die Erarbeitung des neuen Bundesverkehrswegeplans in die entscheidende Phase geht, will die regionale Wirtschaft noch einmal ein unüberhörbares Signal für die Dringlichkeit einer leistungsfähigen überregionalen Straßenverbindung zwischen den benachbarten Großstädten Bielefeld und Münster geben“, erklärte Norbert Redemann, Sprecher der Unternehmerinitiative B 64 Plus in Warendorf.

 

Nicht nur in der regionalen Wirtschaft, sondern auch in den lokalen und regionalen Parlamenten und in der Bevölkerung gebe es eine breite Zustimmung zu dem Projekt. „Diese Region will die B 64 n als leistungsfähige, kreuzungsfreie Kraftfahrstraße – und sie will sie so schnell wie möglich“, so definiert Redemann die Botschaft an den Bundes-, aber auch den Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD).

„Dringender Handlungsbedarf“ In den Briefen an den Bundesverkehrsminister haben Unternehmer aus der Region aufgezeigt, wie stark die Unternehmenslogistik unter der schlechten Verkehrsanbindung leidet. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, nicht nur für irgendeine Lösung, sondern für eine leistungsfähige Lösung, mit der es gelingt, diesen fast schon ewigen Standortnachteil endlich zu beseitigen“, mahnte der Präsident der IHK Nord Westfalen, Dr. Benedikt Hüffer.

Der Präsident der IHK Ostwestfalen, Wolf D. Meier-Scheuven, stimmte seinem Münsteraner Unternehmer-Kollegen zu: „Weltbekannte Unternehmen und zahlreiche Hidden Champions sind in unserer Region ansässig. Sie stellen sich modern auf und entwickeln Produkte für morgen. Und die B 64 hat einen Ausbauzustand von gestern, wenn nicht von vorgestern. Das passt nicht zusammen“.

Unter anderem unterstützen auch die Kreishandwerkerschaft und die Westfalen-Initiative die Forderungen der Unternehmen.

 

Quelle:

www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/B64plus-Umgehungsstrassen-muessen-kommen-2d586bec-7362-4a2f-a942-a5959a9d60ad-ds