pro B64n

Starkes Signal für den Ausbau der B64

"Ausbauzustand ist von gestern"

Warendorf - Zwei Boom-Regionen, zwar benachbart, aber doch eher voneinander getrennt, als richtig miteinander verbunden. Das ist ei­gentlich ein Widerspruch in sich. Ein sehr realer: Wer nur einmal über die B 64 von Münster nach Bielefeld gefahren ist, der weiß das. Da kommt es nicht von ungefähr, dass seit Jahren schon der Ausbau gefordert wird.

 

Im Bundesverkehrsministerium wird derzeit der Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgestellt, darin wird aufgelistet, welche Straßen, Schienentrassen und Kanäle in den kommenden Jahren gebaut – oder ausgebaut – werden. Angemeldet für diese Liste ist auch die B 64 n.

Dass das Ausbau-Projekt nicht nur in den Plan aufgenommen, sondern dort auch möglichst hochrangig eingestuft wird, dafür haben gestern Unternehmer, Politiker und Kammervertreter noch einmal mit Nachdruck geworben. „Die regi­o­nale Wirtschaft will noch einmal auf die Dringlichkeit dieser leistungsfähigen überregionalen Straßenverbindung zwischen den benachbarten Großstädten Münster und Bielefeld hinweisen“, sagte der Sprecher der Unternehmerinitiative B 64 Plus, Norbert Redemann, am Donnerstag in Warendorf.

„Die Unternehmen stellen sich modern auf und entwickeln Produkte für morgen, und die B 64 hat einen Ausbauzustand von gestern.“

Wolf D. Meier Scheuven

Der Präsident der Indus­trie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, Dr. Benedikt Hüffer, sprach von ei­nem „starken Signal“, das in Richtung Berlin sowie nach Düsseldorf gesendet werden müsse. Die B 64 n sei ein „zentrales Projekt für die Regionen Münsterland und Ostwestfalen“, dessen Umsetzung dringend nötig sei, so Hüffer.

Die Unternehmen „stellen sich modern auf und entwickeln Produkte für morgen, und die B 64 hat einen Ausbauzustand von gestern", kritisierte der Präsident der IHK Ostwestfalen, Wolf D. Meier Scheuven.

Dennoch sei die Konkurrenz der angemeldeten Projekte groß, mahnte CDU-Verkehrsexperte Reinhold Sendker.

Umsetzungsfähig sei letztlich nur die große Lösung, die den dreispurigen, kreuzungsfreien Ausbau ähnlich der B 54 inklusive der Ortsumgehungen in Warendorf, Beelen sowie Herzebrock erklärte IHK-Verkehrsexperte Joachim Brendel.

Klar sei, „95 Prozent der Bevölkerung stehen hinter dem Projekt“, sagte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer.

Plakativ machte der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, den Anspruch deutlich: Er hielt den Bundesverkehrswegeplan 2003 in den Händen und zitierte – mit Blick auf den Plan 2015 – Altkanzler Schröder mit dem Satz: „Wir wollen da rein“.

 

Quelle:

www.wn.de/Muensterland/2027948-Starkes-Signal-fuer-den-Ausbau-der-B64-Ausbauzustand-ist-von-gestern